Der Tanz des Weges

Welchen Weg gehst du? Den der Selbst-Zerstörung oder den der Selbst-Befreiung?
Welchen Weg gehst du? Den der Selbst-Zerstörung oder den der Selbst-Befreiung?

Viele Menschen, die beginnen spirituelle Wege zu gehen, erleben die gewaltige Trägheit, die ihnen scheinbar von außen entgegen kommt, oder auch in ihnen selbst zu finden ist. Viele resignieren an dieser Trägheit, lassen sich von ihr gefangen nehmen, oder identifizieren sich sogar mit ihr: „Ich bin so träge.“ In Wahrheit bist du reinste Aktivität. Das passive Konsumieren hat sie so träge gemacht: Alles bekommen wir vorgekaut, vorbestimmt, vorgedacht. Wir sind es nicht mehr gewohnt, uns aus eigenen Kräften zu engagieren, selbst zu denken, selbst zu fühlen, die eigene Wahrheit zu ergründen, das eigene innere Wissen frei zu legen und schon gar nicht die eigenen Träume zu realisieren. Wir haben uns daran gewöhnt, alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Dafür zahlen wir den Preis der Abhängigkeit. 

 

Die Trägheit wird erst spürbar, wenn du ernsthaft Wege in deine Selbst-Befreiung gehst. Zuvor hat sie dich voll im Griff und muss nicht aktiv werden. Wo du der Trägheit glaubst, beginnst du zu tanzen: Dein Innerstes drängt dich einen Schritt nach vorne zu gehen, zu dir selbst. Dann kommen Ängste, Blockaden, Widerstände, Trägheit oder andere Steine, die sich auf den Weg legen. Sie werden aktiviert durch unseren Entschluss weiter zu gehen.Sie prüfen die Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit unserer Absichten. Lassen wir uns davon beeindrucken und nehmen sie ernst, gehen wir wieder einen Schritt zurück, oft sogar zwei. So entsteht ein Wiegeschritt: Einen vor, einen zurück – der uns entweder auf der Stelle treten lässt oder in tiefe Stagnation führt. Es ist ein Eiertanz der Angst. Er beweist uns unseren tiefen, unbewussten Glauben: Dass wir lebensunfähig sind. Hilflos den Spielen des Lebens ausgeliefert. Machtlos hieran irgendwas zu ändern. Diese Machtlosigkeit ist spirituelle Trägheit: Die fehlende Kraft zu sich selbst zu stehen und sich im Opferdasein zu verlieren.

 

Der Weg, der dich zu dir selbst führt besteht also darin, stärker zu werden, als alles was dich davon abhalten will. Unbeirrbar zu deinen Entschlüssen zu stehen. Sie zu reflektieren (dient mir das?), aber nicht an ihnen zu zweifeln. Lieber vorwärts gehen und unangenehme Erfahrungen machen (die sich im Nachhinein oft als Segen erweisen...) und daraus zu lernen, als auf der Stelle zu treten und immer mehr Lebenskraft zu verlieren. Lieber aktiv sein und Fehler machen (die immer wichtige Lehren für uns enthalten und daher keine sind…), als der Passivität allen Raum zu geben und sich von ihr vereinnahmen zu lassen. Jeder sogenannte Fehlschlag, jedes Versagen ist ein Reifeprozess, der uns dient, um unsere wahren Kräfte zu entfalten. Ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wer wir sind, was unsere Aufgabe ist und was unser Vermögen ist. Gehe hier aus der Wertung und betrachte alle Ereignisse als gleichwert: Das eine ist so wichtig und wertvoll wie das andere. Tiefschläge bilden deine Wurzeln aus und Höhenflüge deine Flügel. Wo beides entwickelt ist, lebst du die Balance.

 

Der Preis der Stagnation besteht darin, dass unsere Lebenskräfte versiegen. Sie brauchen Bewegung, sie brauchen Wachstum (alles was uns weitergehen lässt, dient unserem Wachstum) um sich zu entfalten. Wo wir aus Angst vor Fehlschlägen stehen bleiben, der Unentschlossenheit damit vollen Raum gewähren, bezahlen wir mit unserer Lebendigkeit. Alles wird schwer, träge, zäh und anstrengend.

 

Selbst-Zweifel, Unentschiedenheit, Ignoranz, Verdrängung, Verleugnung, Ängste, Widerstände, Selbst-Verleugnung, Selbst-Erniedrigung, mangelndes Selbst-Bewusstsein sind Zerstörungs-mechanismen, die uns gefangen setzen. Sie reden uns ein wir wären klein, unfähig, machtlos, kraftlos und lassen uns immer wieder in die gleichen Fallen tappen: Die der Ausweglosigkeit.

 

Hier hilft eine klare Unterscheidung und ein Zurechtweisen der inneren Stimmen. Wo wir den destruktiven Stimmen in uns Raum geben, ohne sie zu korrigieren, werden sie zu unserem inneren Glauben und in Verbindung mit den Emotionen des Selbsthasses schließlich zu uns selbst. Das was wir glauben formt unser Dasein. Es hat eine manifestierende Kraft. Nutzen wir es doch konstruktiv: Ich bin machtvoll! Ich bin kraftvoll! Ich bin befähigt für alles, was meiner Aufgabe dient! Ich trage die Lösung für alles in mir, was mir im Moment noch als ein Problem erscheint! Ich bin die Aktivität!

 

Du bist immer dann im Kontakt mit dir selbst, wenn du dich klar fühlst, sicher und geborgen, kraftvoll und liebevoll. Das bist du. Alles andere sind Illusionen, die dich in die Irre führen wollen.

 

Wenn du also in Zukunft einen Schritt nach vorne gehst, bereite dich innerlich darauf vor, dass die prüfenden Stimmen hoch kommen. Prüfsteine deiner Entschlossenheit zu dir selbst zu stehen. Wie sehr glaubst du an dich selbst?

 

Immer wenn du einen Impuls hast – folge ihm. Wenn du einen Traum hast, glaube ihm und lasse dich von ihm führen, damit du ihn realisieren kannst. Wenn du eine Sehnsucht hast, dann glaube auch dann an die Erfüllung, wenn dich das Leben gerade das Gegenteil davon erleben lässt.

 

Ein spiritueller Weg ist ein Weg aus der Getrenntheit heraus in die Ganzheit hinein. Alle Aspekte der Getrenntheit wollen nun angenommen und integriert werden. Wenn du also die Liebe rufst, kommt der Hass und will Erlösung finden. Wenn du das Licht rufst, kommt die Dunkelheit und will geliebt werden. Wenn du dein Selbst rufst, kommt dein Pseudo-Selbst und dominiert dich so lange, bis dein Selbst stärker (in der Liebe) und bewusster geworden ist als es. Nur so ist Wachstum in die Ganzheit möglich!

 

Sei die Liebe, die du in Wahrheit bist und öffne dich für alles, was dir entgegen kommt! Alles, was dir auf deinem Weg entgegen kommt, BIST DU!

 

Das Leben besteht aus Praxis, nicht aus Theorien. Habe den Mut deine Theorien im Praxistest auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Lebe sie und nur wirst du herausfinden, ob sie funktionieren, ob sie dich bereichern oder ob sie sich als Illusionen erweisen. Habe den Mut deine Theorien, Visionen, Träume zu leben – egal was sich ihnen entgegen stellt. Der Preis, wenn du es nicht tust, ist ein ungelebtes Leben.

 

 

„Diejenigen, die sagen „Es geht nicht“ sollten denen aus dem Weg gehen,

die es einfach tun!“

Verfasser unbekannt

 

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