Den Weg der Liebe gehen

Divine Couple von Ines Honfi
Divine Couple von Ines Honfi

Die Liebe ist etwas, was gewählt werden will. Immer wieder. Sie will errungen werden. Sie verlangt von dir, dass du dich selbst überwindest, über alle Grenzen hinweg wächst. Sie ist ein Weg, der durch deine Entscheidungen für die Liebe geformt wird. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Handlung, jedes Fühlen – ist aus der Liebe geboren, wenn du ihrem Weg folgst. Liebe richtet sich dann nicht mehr länger an eine oder mehrere Personen deines Lebens, sondern sie ist dein Leben. Sie formt es. Du bist die Liebe. Je mehr du dich selbst lebst, desto mehr erblüht die Liebe, die du bist.  

 

Wie beginnst du damit?                                                    

Zunächst mit dem was ist. Sei ehrlich zu dir und mache eine Bestandsaufnahme. Gestehe dir ein, nichts über die Liebe zu wissen und sie bisher nicht kennen gelernt zu haben. Sie ist terra inkognita für dich und für uns alle. Bisher kannten wir nur die Abwesenheit der Liebe, also die Abwesenheit von uns selbst. Entscheide dich, ihrem Weg zu folgen und frage dich bei jedem Schritt: „Was würde die Liebe tun?“ Lass diese Frage zu deinem inneren Wegweiser werden. Gehst du einen Schritt, den die Liebe nicht tun würde, so sei ehrlich mit dir, reflektiere ihn, mache dir seine Wirkungen bewusst und profitiere so durch diesen scheinbaren Fehltritt. Erlaube es dir, aus deinen Fehlern zu lernen. Sie sind dein Lehrmeister in Sachen Geduld, Vertrauen und Hingabe. Alles ist gut!

 

Was meine ich mit Liebe? 

Ich meine keine kitschige Romantik, die alles rosarot verklärt und nicht bereit ist, die Schattenseiten zu sehen. Ich meine nicht die gefühllosen, inflationären Umarmungen, das Händchenhalten oder Bussi-Bussi – das so tun als ob wir liebevoll wären. Ich meine auch nicht die sehnsuchtsvoll schwülstige Erwartung an einen oder mehrere Menschen oder die Abhängigkeit von ihnen.

Sondern ich meine die Kraft dich einer Führung hinzugeben, die scheinbar keine Intelligenz und kein Bewusstsein hat, weil das jenseits jeder Wahrnehmung liegt und dich in Tiefen und Höhen von dir selbst führt, die du noch nie betreten hast. Wo du die Kraft der Hingabe an den anderen erlebst, die jede Zelle deines Seins erfüllt mit dem Mut alle Grenzen zu überwinden, nichts für unmöglich zu halten, dann begegnest du deiner authentischen Macht. Du wirst zu Gott. Bedürfnislos, sich verschenkend, Segen bringend. Du forderst nicht länger etwas für dich ein, sondern bist bereit zu geben. Du erkennst die Fülle deines Seins - dort wo du Liebe bist - und aus dieser Fülle teilst du mit anderen.  Du verschenkst die Liebe, die du bist und je mehr du sie teilst, desto kraftvoller, strahlender und wirkungsvoller wird sie. 

 

Die Kraft der Liebe 

Wenn du dich liebst, dann gibt dir die Liebe die Kraft, dich über dich selbst hinweg zu erheben. Du lernst das erhabene Gefühl in dir kennen, Gott zu sein – ohne dich deswegen über andere zu erheben. Du fühlst eine tiefe Demut der gesamten Schöpfung gegenüber, eine Ehrfurcht vor allem Lebendigen und eine ekstatische Freude an der Einzigartigkeit in allem was ist. Du beginnst die Handschrift des Göttlichen überall zu erkennen. Du erlebst die unbändige Kraft des Lebens, die Berge erhebt, Ozeane bewegt und alles Werden und Vergehen initiiert – in einem beständigen Fluss. Du fühlst dich über alle Maßen machtvoll, weil du geben kannst, mehr geben kannst als du glaubst zu haben und nichts mehr für dich fordern musst. Du fühlst dich geborgen in der Ewigkeit des Seins – unabhängig von äußeren Umständen, unabhängig von allem, was du zuvor glaubtest zu brauchen. Du bist frei und durch deine Freiheit befreist du automatisch auch andere.

 

Wenn du wirklich liebst, dann weißt du um eure ewige Verbundenheit, die durch nichts zu trennen ist. Du bist dir der heiligen Verbindung voll bewusst. Du erkennst Gott im anderen und gibst dich ihm hin, lässt dich führen, auch Wege, die du niemals gehen würdest. Du gewährst diesem Menschen jeden Raum, lässt ihn sein wie er ist und nimmst ihn genau so an, lässt ihn kommen und gehen – auch wenn das gegen das geht, was du dir wünschst. Du achtest seine Andersartigkeit, hast Respekt vor seiner Einzigartigkeit. Gerade daran, wie du alle Schwierigkeiten eurer Verbindung meisterst, erkennst du die Kraft der Liebe. Du tolerierst selbst die Dinge an ihm, die deinen Werten zuwider sprechen. Du akzeptierst jeden Fehler, gönnst ihm jede Erfahrung auch mit anderen Menschen. Dein Raum, den du ihm gewährst ist unendlich und so ist es auch die Liebe.

 

Liebe ist nicht exklusiv und so kannst du die Liebe, die du mit diesem einen Menschen kennen gelernt hast, über viele Menschen ausdehnen. Je stärker deine Liebesfähigkeit wird, desto mehr Menschen kannst du in dieser Weise lieben. Deine Liebe wird zum Dienst an allen anderen und somit hat die Liebe, ist sie einmal erwacht, das Potenzial die Welt zu verändern wie nichts anderes.

 

Wie Liebe die Beziehungen verändert 

Beziehungen waren bisher davon geprägt, sich gegenseitig seine Bedürfnisse zu befriedigen und im Existenzkampf einander bei zu stehen. Das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern es ist eine tiefe Form des Egoismus, in der jeder nur an seinen persönlichen Vorteil denkt und den anderen als seinen Besitz betrachtet: „Du bist mein Mann / Frau / Kind.." Genau hier endete bisher jede Freiheit, jede Einzigartigkeit, jede Form der Individualität und fortan war der Partner nur noch dafür da, meine Erwartungen zu erfüllen. Das war uns nicht bewusst, denn sonst hätten wir das nicht leben können. 

 

Wo meine Beziehungen von Liebe getragen sind, gebe ich den Menschen die Freiheit sie selbst zu sein. So können sie all ihre Begrenzungen auflösen, alle Grenzen fallen lassen, alle Blockaden auflösen – um anschließend ihr einzigartiges Sein in der Welt zu verströmen. Liebe kennt keine Grenzen. Erst wo wir so die Grenzen voreinander fallen lassen, wo wir frei sind, wo wir selbstlos sind, kann sich das „Ich“ auflösen und zu einem symbiotischen „Wir“ werden. Erst dann können Mann und Frau, Kosmos und Erde in uns Eins werden und wir die Ganzheit des Seins erleben. Erst dann können wir Verschmelzung erleben. Hieros Gamos. Die heilige Hochzeit.

 

Glücklich zu sein ist das größte Geschenk, das du deinem Partner machen kannst. Es strahlt die Liebe zurück, die du von ihm erhältst. Du spiegelst ihm seine Liebe. Liebe und Glück sind Eins. Wie auch die Liebe, so will das Glück gewählt werden. Es ist ein tief erfüllendes Gefühl – ohne jeden Grund. Es braucht keinen Anlass, wie den eines besonderen Momentes, es braucht keine bestimmten Lebensumstände oder vollkommene Bedingungen. Es ist ohne Grund. Einfach weil der Mensch, den du liebst, da ist. Und weil er da ist, gibt er deinem Leben einen Sinn. In deinem Glück erkennt er die Wirkung seiner Liebe. Und glücklich sein steckt an. Sie wirkt weit nach außen in die Welt hinein. Liebe bewirkt Glück.

 

Die Liebe will gepflegt werden und sie will immer wieder gewählt werden. Ihre Pflege besteht in Loslassen, immer wieder loslassen, um so dem anderen allen Raum zu gewähren. Ihn kommen und gehen zu lassen, wie er es braucht.  – ohne dass er erklären und rechtfertigen müsste, was er tut. Ohne dass du ihn kontrollierst oder er dir alles erzählen muss. Er darf seine Geheimnisse haben und du gibst ihm den Raum zu erzählen, was er mit dir teilen mag und für sich zu behalten, was er nicht teilen mag. Dein Vertrauen in die Liebe ist grenzenlos. Es zählt nur der Moment. Nicht was vorher geschehen ist, nicht was geschieht, wenn du nicht da bist. Er braucht nicht einmal seine Liebe zu dir unter Beweis zu stellen. Du liebst diesen Menschen absolut bedingungslos. Und er darf sich entscheiden, dich wieder zu lieben, oder es zu lassen.

 

Loslassen, immer wieder loslassen gibt euch beiden die Freiheit in der die Liebe gedeihen kann. In dem so entstehenden Raum wird die Liebe leicht, sie kann fließen und nur so hat sie Kraft. Jeder Schmerz zeigt dir an, dass du festhältst. Wo du festhältst, hört der Fluss auf zu fließen, kommt die Liebe zum Erliegen. Du verhärtest dich, du grenzt dich ab, du verbeißt dich in deinem Wollen. Lass wieder los, atme in deine Verspannungen hinein, lass den Fluss wieder fließen und lade die Liebe ein. So kannst du jeden Schmerz, aber auch wirklich jeden Schmerz auflösen. Das, was dich verletzt ist dein Festhalten, dein Wollen, dein Glaube an Bedürftigkeit, dein Kleinheitsdenken. Das, was dich heilt ist die Liebe. Sie braucht das grenzenlose Fließen, die unendliche Weite um Sein zu können.

 

Das Paradoxe an Beziehungen ist, dass Du nur intim mit einer anderen Person verbunden sein kannst, wenn Du fähig bist, das Einssein in Dir selbst anzunehmen. Wenn Du bereit bist Dich selbst zu akzeptieren, mit Deiner Vergangenheit, den Schatten, der Angst, Deiner Größe und Schönheit, dann ist Platz für einen anderen Menschen, für ein anderes Wesen in all seiner Einzigartigkeit. Wenn du dich selbst liebst, schaffst du damit du Grundlage dafür auch einen anderen zu lieben. Je mehr du dich selbst liebst, desto mehr liebst du dich in allen anderen. Du begegnest überall dir selbst – in allen Menschen und in jedem anders.

 

Monogamie ist dir von Natur aus nicht gegeben, daher kommt die Tendenz, deine Gaben zu streuen, sie mit vielen Menschen teilen zu wollen und es ist wichtig, dir selbst die Erlaubnis zu geben, das auch leben zu dürfen. Vielen Menschen in inniger Nähe körperlich zu begegnen. Denn sonst wird deine Monogamie nie echt sein. Eines Tages jedoch, entdeckst du die spirituelle Monogamie und sie wird zum heiligen, immanenten Wunsch deines Wesens werden. Irgendwann entdeckst du, dass es nicht die körperliche, die sexuelle Anziehung ist, aufgrund der du dich einem Menschen exklusiv schenken möchtest, sondern eine tiefe seelische. Das ist spirituelle Monogamie.

 

So lange Treue deinem Denken entspringt oder du sie gar dem Willen einer Institution unterordnest, so lange ist sie Zwang und nicht echt. Wenn du aber den Punkt in deiner Entwicklung erreicht hast, an dem du ganz von selbst, aus dir heraus, das tiefe Bedürfnis verspürst, ausschließlich und alleine mit diesem einen Menschen Hochzeit zu feiern und nur noch diesem einen Menschen deine sexuelle Treue zu schenken, dann bist du wirklich bereit zur Monogamie. Erst dann wird sie nicht zur Qual. Erst dann ist Treue ohne Leid, ohne das Gefühl von Verzicht, der sich letztlich als Mangel äußert, möglich. Erst dann hast du die Evolutionsstufe vom Menschen zum höheren Menschen genommen.

 

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird dir ein anderes Wesen zugeführt werden, das vollkommen mit der Schwingung der deinen harmoniert. Eure Verbindung wird dann eine Ehe sein, die keinen Segen durch die Welt mehr braucht. Diese Verbindung wird auf sehr hoher seelischer Ebene stattfinden, und von diesem Punkt an wirst du kein Bedürfnis mehr nach anderen Partnern empfinden. Es wird dir gar nicht mehr möglich sein, echte, wahre und tiefe Freude an der sexuellen Lust mit jemand anderem zu erfahren. Wenn du es versuchst, wird es dir wie eine ungewürzte Speise erscheinen. Es wird dumpfe Leere und schalen Nachgeschmack in dir hinterlassen. Das ist eine wahre Seelenpartnerschaft.

 

Wie die Liebe die Sexualität verändert

Bisher kannten wir nur Sex ohne Liebe. Er war rein körperlich und setzte eine absichtliche Stimulation voraus. Wir folgten unserem Trieb, unserer Geilheit und indem wir den anderen aufgeilten, erzeugten wir Erotik. Das Gefühl der Verbundenheit, das in besonderen Momenten während des Orgasmus frei wurde, hielten wir für Liebe. Für diesen einen Moment lösten wir die Grenzen auf und kamen in Kontakt mit dem anderen. Danach waren die Grenzen sofort wieder da.

Wo die Liebe fließt, können wir diese Form der Sexualität nicht mehr leben. Sie ist uns zu klein, zu begrenzt und wir brauchen die Ausweitung von der reinen Körperlichkeit auf Seele und Geist. Wir wollen eine vollständige Verschmelzung erreichen, die dauerhaft und beständig ist und uns dadurch auf ein extrem viel höheres Niveau erhebt.

Liebe erzeugt Achtsamkeit und ermöglicht es auf diese Weise den Partner neu zu entdecken. In der Achtsamkeit gehe ich weg von meinem eigenen Wollen und bin im Erforschen dessen, was der andere will. Achtsamkeit fördert die intime Beziehung, im Sinne von Intimität als einen Zustand tiefer Vertrautheit. Es entsteht ein grundlegendes Verständnis füreinander, mit der Chance dem anderen wahrlich zu begegnen. Nähe, Zärtlichkeit, Zartheit, prickelnde Erotik werden möglich.

 

Die Stimulation wird erreicht durch einen Energieaustausch zwischen beiden Körpern. Je unterschiedlicher die Energien sind, desto höher der Ergänzungswert, desto mehr Liebe wird frei. Sich für das Andersartige zu öffnen, es anzunehmen und zu integrieren, erzeugt Liebe. Je schwerer mir das fällt, was es gilt anzunehmen, desto größer ist das Wachstum in der Liebe, wenn ich mich dafür öffne.

Wenn die Seele beginnt zu fließen und zwei Menschen zu verbinden, wenn sie sich als einen gemeinsamen Geist erleben, öffnen sich ihre Körper füreinander auf zellulärer Ebene. Du lässt den anderen so dicht und so tief an dich heran, dass kein Unterschied mehr zwischen ihm und dir besteht. Du gibst dich vollständig hin und lässt dich vom Strom des Lebens zum anderen hintragen.

 

Dein Körper beginnt zu prickeln und der Körper des anderen auch. Die Energie schraubt sich hoch in extatischen Wellen, wo der eine auf der Welle des anderen surft. Den anderen zu berühren ist ebenso erfüllend und erregend, wie berührt zu werden. Es besteht kein Unterschied mehr zwischen deinem Körper und dem Körper des anderen.  Im gemeinsamen Säfteaustausch werden die Informationen des anderen verstoffwechselt und er wird zu dir – du wirst zu ihm. Der Orgasmus ist nicht mehr länger auf das Geschlechtsorgan begrenzt, sondern ganzkörperlich und lange anhaltend. Ein Glück, das nährt und trägt. Ein Glück, das beständig ist und ein beständig höheres Niveau erzeugt.

 

Wie die Liebe die Welt verändert 

Wo du die Liebe zu einem Menschen gefunden hast, findest du Heimat. Du kommst vollkommen an – in seinem Herzen, denn wo du dein Herz grenzenlos öffnest, muss er das automatisch auch. Das Herz folgt immer der Liebe. Es ist das physische Organ der Liebe. Wo du vollkommen ankommst in dieser Welt, bist du präsent. Du bist präsent in deinem göttlichen Sein. Du beginnst zu einem Leuchtturm zu werden, einem Wegweiser ins Licht.

 

Deine Liebe strahlt aus und dein Glück noch viel mehr. Es bewegt die Menschen zu dir hin. Es steckt sie an. Es inspiriert sie und bringt sie mit ihrer tiefen eigenen Sehnsucht in Berührung. Deine Liebe bezieht die Menschen mit ein, immer mehr und mehr. Je größer deine Kraft der Liebe wird, mit desto mehr Menschen kannst du im nahen, engen und liebenden Kontakt sein. Bis du schließlich die Kraft hast, alle Menschen zu lieben, jeden einzelnen so anzunehmen wie er ist, ihm den Raum für seine Einzigartigkeit zu gewähren. Die stärksten Lehrer der Liebe sind genau jene, die dich am meisten herausfordern.

 

Du bist bereit zu geben, grenzenlos zu geben, erwartungsfrei zu geben. Du verschenkst dich, du verströmst dich und bereicherst alles um dich herum. Und so wie du gibst, so wird dir auch gegeben. So erzeugst du wahren Reichtum.

 

„Die Liebe ändert alles...

Manchmal suchen wir Veränderung, doch was wir suchen ist die Liebe. Denn die Liebe ändert alles. In Mauern zeichnen sich Türen ab. Dort wo Gräben klafften, wachsen Brücken. Dort wo Vergangenes tiefe Wunden schlug, gießt sich Tröstung aus, und alten Narben gleich verblasst die dunkle Erinnerung.

 

Als ein Bote aus einer besseren Welt grüßt uns die Liebe – sie erzählt uns von Hoffnungen, die uns verloren gingen wie Verse eines alten Liedes. Leise beginnen wir zu singen, und die Fragmente unserer Klagen finden zurück zu einer Stimme, die preisen will.

 

Die Liebe ändert alles. Denn dort wo wir uns kleiden gegen die Kälte dieser Welt, lädt sie uns ein zur Nacktheit. Und weil wir unsere Scham verlieren, ahnen wir erstmals, wer wir sind. Und weil wir ahnen wer wir sind, werden wir reif für Begegnung. Wir entkleiden Begegnung der Flucht und der Bedürftigkeit, trieb sie uns doch immerzu in Arme, die uns nicht halten konnten. Nun da wir gehalten sind, sehen wir den Anderen. Wir sehen seine Schönheit, nach der wir zuvor blind tasteten mit Händen aus Glas. Wir sehen sie frei von unserer Not, und ihr Strahlen fällt endlich nicht länger in unsere dunkle Nacht. In das Leuchten des Anderen mischt sich unser Leuchten, und still erahnen wir den Atem der Gottheit, dem wir uns öffnen wie weiter Raum.

 

Die Liebe ändert alles. Nicht weniger als das was wir für Leben hielten, tragen wir zu Grabe – doch unsere Stirn ist frei von Trauer, weil wir geboren werden in ein Königreich.”

Verfasser Unbekannt

 

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