Wie du Ego auflösen kannst

Das Ego ist in unserer westlichen Welt zu dem Teil geworden, unter dem wir alle am meisten leiden. Scheinbar immer unter dem Ego der anderen. Wo wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass andere uns nur das spiegeln, was wir in uns selbst nicht sehen oder annehmen können, wird es klar, dass wir uns immer selbst begegnen. Das ist sehr unangenehm und unbequem, aber unglaublich heilsam. 

 

Da der Gegenpol zum Egoismus Altruismus ist, kannst du (gerade wenn dein Ego sehr stark ist) es am leichtesten auflösen, indem du gibst. Frei, bedingungslos, voller Liebe. Je mehr du gibst, ohne dafür etwas zu erwarten, desto altruistischer handelst du. Da, wo du das nicht kannst, spürst du deutlich dein Ego. 

 

Das Ego zu spüren, ist für die meisten Menschen kaum auszuhalten. Ganz einfach deswegen, weil es in allem das Gegenteil ist, von dem was sie wirklich sind. Körperlich spüren wir es am meisten in der Magengegend, als Druck, Brennen oder Stechen. Seelisch spüren wir es wie unseren Feind, der uns in allem bekämpft was uns heilig ist. Mental erleben wir das Ego selbst gar nicht - nur alle anderen. Wir werden selbstherrlich, arrogant, einvernehmend, selbstdarstellerisch, dominant. Mit einem Wort inauthentisch - wir gaukeln vor Licht zu sein, sind aber in unserem Innersten zutiefst davon überzeugt Dunkelheit zu sein. So entsteht ein gewaltiger Zwiespalt. Und genau diese Gespaltenheit begründet die Macht des Egos - so lange wir ihr glauben. In Wahrheit gibt es nur ein Selbst - voller Licht und Liebe - und das andere, das uns vorgaukelt, das "Ich" zu sein, ist die Illusion von uns selbst. Es ist unsere Selbstlüge. Je genauer wir diese erkennen, desto mehr lösen wir die Gespaltenheit auf und kommen bei uns Selbst an.

  

Generell gilt: Du kannst nur etwas verändern, was ein Teil von dir ist. Da die meisten Menschen Ego immer nur in ihren Mitmenschen erkennen und unter diesem leiden, besteht der erste Schritt also darin, dir bewusst zu machen, dass es DEIN Ego ist, das du so schmerzvoll erlebst. Weil du es in dir weder spüren noch sehen kannst, hast du es nach außen projiziert. Von dort aus wirkt es so lange gegen dich ein, bis du erkennst, dass du stärker, machtvoller und weiser bist, als das Ego, das dich dominieren will. Deswegen ist ein unbequemer, aber heilsamer Kraftsatz:

 

Immer wenn ich Ego in anderen Menschen erkenne und es mich unangenehm berührt,

ist es mein Ego.

Ich übernehme die Verantwortung dafür und nehme es zu mir zurück.

Ich erkenne es als Teil von mir an.

 

Wenn mich das Ego anderer nicht bedrängt, sondern ich im Gegenteil offen und mit Mitgefühl sein kann, erkenne ich, dass ich an dieser Stelle mein Ego erlöst habe. Das, was ich jetzt wahrnehme, gehört zu anderen. Indem ich es still wahrnehme, wie es ist, ohne zu agieren, wo ich es annehme, wie es ist, erlöst es sich und ist frei. Wo ich das für andere tun kann, werde ich scheinbar zu ihrem Erlöser und doch tue ich das nur für mich und nur so hat es Kraft. Ich tue es, damit ich selbst erlöst bin. Ich tue das, weil ich es kann und weil ich so die Welt schaffen kann, in der ich gerne leben will: Eine Welt der Liebe.

 

Wie ist das Ego entstanden?

Das Ego ist der Stellvertreter für unser Selbst und solange dieses nicht da sein kann, ist das Ego da. Es ist in den Momenten entstanden, wo wir uns aus Schmerz, Leid, Scham, Schuld, Versagen etc. von uns selbst distanziert haben, uns selbst verleugnet haben, weil wir die Gefühle nicht fühlen wollten, weil wir so nicht sein wollten. Das Ego ist ebenso wie unser Wesen unsterblich und so wird es größer von Inkarnation zu Inkarnation, weil die Lebensumstände immer unerträglicher werden für das Selbst. Die kollektive Getrenntheit von einander und von der All-Einen-Seele schreitet auf ihren Höhepunkt zu. Das Selbst ist ein Teil der Einheit und somit kann es Getrenntheit nicht aushalten. Es flüchtet vor ihr und erzeugt so immer noch mehr Getrenntheit und geht in einen tiefen Schlaf. Dort lag es über viele Hundert Jahre.

 

Jetzt ist der Zeitpunkt, wo das Selbst beginnt zu erwachen. Was das Selbst jetzt lernen darf, ist der Getrenntheit zu begegnen, sie als Illusion zu enttarnen und somit genau dahin zu gehen, wo es weh tut. Es darf lernen durch diese Wand von Angst zu gehen, um die dahinter liegenden Gefühle zu erlösen. Die Getrenntheit ist ein Lehrer für das Selbst, denn sie macht ihm den Wert der Einheit bewusst – dass diese unzerstörbar und ewig ist. Und dass es somit vollkommen sicher und geborgen ist in jedem Moment. Wo das Selbst das einmal verinnerlicht hat, ist es nicht mehr aufzuhalten.

 

Die gute Botschaft ist also, wenn du beginnst Ego wahrzunehmen, erwacht gerade dein Selbst. Für alles Existierende, hast du immer nur dann eine Wahrnehmung, wenn sein Gegenteil beginnt in dir zu pulsieren. Wenn dir der Hass der Welt begegnet, dann öffnet sich deine Liebe. Wenn du Schatten beginnst zu erkennen, öffnet sich dein Licht in dir. Wenn dir überall Dämonen begegnen, öffnet sich dein Engelaspekt. Wenn du eine Wahrnehmung für satanische Wesen bekommst, öffnet sich deine Göttlichkeit.

 

Das Ego scheint genaugenommen der Archetyp von allem Bösen, allem Verletzten, allem Zerstörerischen zu sein. Weil es selbst in einem Moment der Zerstörung entstand, nährt es sich auch genau von diesen Energien und es erzeugt eine Welt genau aus diesen Energien. Was das Ego also stärker macht ist Hass, Ablehnung, Angst, Stress, Kampf, Abwertung, Klatsch, Urteil, Hohn, Spott, – alles was zerstört. Aber auch Pseudo Erfolg, Lob, Vergötterung - alles was überhöht. Krieg stärkt das Ego maximal und so erklärt sich auch, warum Menschen im Krieg zu Barbaren werden.

 

Das wichtigste ist, aus jedem Kampf herauszugehen und anzunehmen was ist.

  

Weil es uns unangenehm wäre, uns permanent im Ego zu begegnen, legen wir Masken darüber und tun so als ob… wir liebevoll wären, wir erfolgreich wären, wir glücklich wären. Aber untendrunter gärt das Ego und wartet auf Gelegenheiten ausbrechen zu können. Wo wir unter Druck geraten (Krisen, Katastrophen, Kriege, Krankheit..) kommt es zum Vorschein und es scheint so, als wären wir das. Es ist das Ego was sich zeigt und unter dem Ego versteckt liegt unser Selbst, das dann wirklich liebevoll, erfolgreich, glücklich ist – wenn wir die Kraft haben, das Ego zu integrieren - es anzunehmen, wie es ist.

 

Das Ego sind immer kindliche, unreife Aspekte von uns selbst. Was wir also so ablehnen, ist das Kind in uns. Würdest du bewusst so mit einem Kind umgehen, wie du mit dem Ego umgehst? Wie würdest du dich Ego gegenüber verhalten, wenn dir immer bewusst wäre – hier ist gerade ein ganz verletztes Kind, das um sich schlägt? Wie würdest du mit diesem Kind umgehen? Würdest du seinen Schmerz fühlen, Verständnis dafür haben, dass es um sich schlägt, würdest du es in den Arm nehmen, es zärtlich streicheln und es einfach lieben und so lange im Mitgefühl des Schmerzes bleiben, bis er sich auflöst? Würdest du das tun, weil du intuitiv weißt, dass die Liebe alles heilt?

 

Genau dasselbe braucht das Ego, damit es erlöst wird. Es wird zu einem Teil vom Selbst.

 

Wie du das Ego erkennen kannst

Das Ego wirkt durch Blockade, durch Hindernis, durch Schwere, durch Komplikation, durch Verdrehung, Verschleierung, Vernebelung, durch Verunglimpfung – dadurch dass es dich unfrei macht, dir diktiert, dich unterdrückt, dich klein macht. Kurz – indem es dich schlecht fühlen lässt. Indem es dich fremdbestimmt.

 

Wenn du eine Weile Ego in anderen Menschen erkannt hast und die Verantwortung dafür übernommen hast (das bin ich), beginnt es IN dir in der gleichen Weise zu wirken. Hier ist die wichtigste Maßnahme JEDEN Kampf zu beenden. Wenn du in den Kampf gehst, gewinnt immer das Ego. Wo du es hingegen annimmst, als einen Teil von dir, gewinnt ihr beide.

 

Je stärker dein Selbst wird und du selbstbestimmte Wege gehen willst, desto deutlicher wird es dir. Es stellt sich dir so lange in den Weg, bis du deine authentische Größe und Kraft erlangt hast und als solches ist das Ego dein wertvollster Trainer. Kannst du das Ego lieben dafür?

 

Wenn sich dir das Ego in den Weg stellt, frage dich immer: Was will es mich gerade lehren? Sowie du die Antwort darauf gefunden hast, ist der Weg frei. Das Ego weiß genau wer du bist und seine Mittel dienen dazu, dich dorthin zu führen, weil du anders den Weg zurück zu dir selbst nicht finden würdest. Spürst du die Weisheit des Egos?

 

Es gibt ein mentales Ego, das Bewusstseinskontrolle ausübt, damit wir unsere geistigen Schöpferkräfte nicht erkennen. Es verdunkelt und verdichtet unser Frontalhirn, und teilt das Denkhirn in tausende kleine Schubladen, wovon keine mit der anderen kompatibel ist. So verhindert es eigenständiges Denken und Reflektieren. Es schafft durch die Trennungen massiven Unfrieden, Uneinigkeit und Konfliktstoff. Teile und herrsche ist sein Motto. Sein Wille ist die absolute weltliche diktatorische Herrschaft über uns auszuüben, indem es über unser eigenes Ego auf uns einwirkt. Sein Mittel ist vollkommene Dominanz. Seine größte Tarnkraft liegt darin, unsichtbar und unfühlbar zu sein.

 

Im Außen übernehmen Illuminaten diese Aufgabe für uns, um uns diesen inneren Anteil in uns allen bewusst zu machen. Wer seine weltliche Macht nicht annimmt, wird versklavt – meist ohne selbst ein Bewusstsein darüber zu haben. Wir übernehmen Verantwortung, indem wir den Illuminaten in uns erkennen und ihn integrieren. Indem wir erkennen, dass wir geistige Meisterwesen sind und auf diese Weise an der Gestaltung der Welt mitgewirkt haben. Wir selbst sind die Verschwörer, die wir im Außen zu entlarven suchen. Unsere größten geistigen Kräfte entfalten sich, wenn wir Einigkeit erzeugen können, alles Getrennte vereinen können, wahren Frieden ausstrahlen und leben. Wenn wir uns als EINS mit allem was ist erleben. Wenn es keine Trennungen mehr gibt für uns und wir das Licht in die Welt leuchten lassen, das wir sind.

 

Es gibt ein spirituelles Ego, das unser Zentrum für Recht und Unrecht besetzt (Lymphdrüsen), in Freund und Feind teilt, in Gut und Böse. Es sieht in allem Gefahren, alles bedroht seine Existenz. Es bringt uns dazu, dass wir uns von der Welt distanzieren und wir glauben an nichts mehr. Es gibt uns das Gefühl, dass wir selbst und alles was gleich ist wie wir, das einzig Gute ist und alles andere das Böse ist. Sein Wille ist es, die absolute geistige Herrschaft – auch über den Tod hinaus – über uns zu erlangen. Seine Mittel sind Verschleierung, Verdunkelung, Verdrehung, Projektion. Es versteckt sich gerne durch unklare Bezeichnungen und indem es vorgibt das Gegenteil von dem zu sein, was es ist. Seine größte Tarnkraft liegt in seinen satanischen Energien, über die nahezu kein Bewusstsein herrscht in den Menschen. Das spirituelle Ego opfert sich selbst auf, neigt zum Märtyrer sein, engagiert sich scheinbar altruistisch für andere - doch es stellt sich dabei über alle anderen: "Sieh her was ich kann." So erlangt es niemals physische Kraft. Es bleibt erhaben und weltfremd. 

 

Im Außen übernahmen lange die Religionen diese Aufgabe, doch jetzt gibt es eine neue weltumspannende Religion, die von den wenigsten, als solche erkannt wird: Den Kapitalismus mit seinem Gott Geld. Dieser entscheidet über Leben und Tod. Wer seine seelische Macht nicht annimmt und seine Verantwortung weiterhin nach Außen abgibt, stirbt – nicht gleich physisch, aber seelisch. Wir agieren als Zombie und sind auf Fremdenergien angewiesen, Parasiten gleich. Wir übernehmen Verantwortung, indem wir anerkennen, dass wir selbst in jeder Weise Schöpfer unseres Lebens und somit göttliche Wesen sind, die die Kraft haben, satanischen Wesen ebenbürtig zu begegnen. Wo wir in dieser Weise vor ihnen stehen, erkennen wir, dass sie ebenso göttlich sind wie wir selbst. Allein unsere Projektionen ließen sie satanisch wirken. Das geht so lange, bis wir nur noch Göttliches sehen. Dann sind wir in unserer Wahrheit. 

 

Es gibt ein emotionales Ego, das uns glauben lässt wir seien schlecht. Es entspricht dem Monster unserer Kindheit, vor dem wir Angst hatten. Dieses Monster droht uns aufzufressen, zu übernehmen, es jagt uns. Es löst maximal unangenehme Gefühle in uns aus – vor allem Schmerz und Angst. Wir weichen vor ihm zurück, weil wir glauben, dass es machtvoller sei als wir selbst. So trennen wir uns immer mehr von allen Gefühlen, bis wir nichts mehr fühlen. Wir trennen die rechte Gehirnhälfte von der linken, den Kopf vom Rumpf. Jeder unbewusste Gedanke löst ein unbewusstes Gefühl aus und erzeugt Chaos in uns. Wir fühlen uns machtlos, ausgeliefert, hilflos und haben keine Ahnung, was mit uns geschieht. Sein Wille ist vollkommene emotionale Herrschaft – unser inneres Sein zu dominieren. Seine Mittel hierzu sind Angst, Hass, Wut, Aggression, Zorn, Trauer, Schmerz… Seine Tarnkraft liegt darin, dass es scheinbar immer die anderen sind, die diese Gefühle in uns auslösen. 

 

Im Außen übernehmen unsere Mitmenschen die Aufgabe, unsere unbewussten Gefühle anzutriggern, um sie uns auf diese Weise bewusst zu machen. Wir übernehmen Verantwortung, indem wir erkennen, dass diese Gefühle alt sind und der äußere Anlass nur dazu diente, uns dieses Gefühl bewusst zu machen. Wichtig ist, dass wir uns distanzieren von dem Gefühl, denn sonst übernimmt es uns. Wir bleiben Beobachter. 

 

Identifiziere dich nicht mit dem Gefühl: Ich bin traurig. Erkenne es als Energie und sage: Ich spüre Trauer. Spürst du den Unterschied? Sofort lässt du innerlich los und das scheinbar Unlösbare beginnt zu fließen. Energiespüren ist wertneutral. Gefühle fühlen nicht.

 

Fühlen heißt die absolute und beständige Offenheit für ALLES. IMMER.

Spüren heißt die Energie hinter der Emotion zu erkennen und sie loszulassen.

 

Unsere Emotionalebene hat sich befreit, wenn wir die Liebe leben können, die wir sind. Ausnahmslos. Das bedingt einen Zustand permanenter Offenheit und Annahme. Mit dieser Liebeskraft können wir alles transformieren und es somit zu dem machen, was es immer sein wollte – Liebe. Wir erkennen in allem was ist die Liebe und lassen uns nicht mehr vom Offensichtlichen täuschen. Wir haben die Kraft die Dunkelheit - das Ego - zu lieben, egal wie es sich zeigt. Wir haben unsere Würde, unsere Macht und unser Ansehen zu uns zurück genommen und können die Königin sein, die wir in Wahrheit sind. Wir lassen unsere Liebe, die wir sind, in die Welt fließen.

 

Es gibt ein physisches Ego, das uns glauben lässt wir seien, klein, machtlos, versklavt, abhängig, krank, schwach. Wir könnten nichts alleine aus uns selbst heraus und bräuchten deshalb äußere Meister -  Eltern, Lehrer, Ausbilder, Chefs, die uns sagen wie alles zu tun wäre. Wir geben nahezu alle Verantwortung an andere ab – Versicherungen, Medizin, Politik, Wirtschaft, Religionen, Wissenschaft. Wir glauben nicht mehr an uns selbst, an unsere Kraft, an unser Wissen. Wir trennen uns vollständig von uns selbst und glauben, wir seien unser Körper. Sein Wille ist die vollständige physische Herrschaft – unseren Körper zu dominieren. Seine Mittel dazu sind Unbewusstheit, Dunkelheit, Stumpfheit, Dichte, Schwere. Seine Tarnkraft liegt darin, dass es scheinbar nichts anderes gibt, weil wir nur mit den physischen Augen sehen. Wo es kein Gegenteil gibt, ist das Ego nicht zu erkennen.

 

Im Außen übernimmt die Welt die Aufgabe, uns unseren Glauben an unsere Versklavung bewusst zu machen. So lange wir daran glauben, wird es Herrscher geben, die uns suggerieren, sie seien machtvoller als wir selbst. Die größte Macht liegt derzeit in der Wirtschaft – die Geschäftswerdung der Welt ist vollendet. Somit gibt es nichts, was nicht ein Geschäft wäre – es sei denn wir bestimmen es anders. Auch hier ist es wichtig Distanz zu üben, in der Beobachtung und Reflexion zu bleiben, sonst zieht es uns mit hinein in einen Strudel, in den wir gar nicht wollen. Wir lassen uns einvernehmen von der Welt und merken es nicht einmal, gehen Wege, die nicht unsere eigenen sind. Wir folgen der Gier, der Profitsucht, dem Geiz, dem Ruhm, dem Schein von Glanz und Gloria.

 

Unser physisches Ego lösen wir auf, indem wir beginnen unsere Berufung zu leben, vor allem so lange diese noch in einem selbstlosen Dienen besteht. Selbst keinen (physischen) Profit zu haben, oder gar Besitz loszulassen und mit anderen zu teilen, löst das Ego am schnellsten auf. In Wahrheit gibt es kein Geben ohne Empfangen. Jeder Energiefluss geschieht immer im Ausgleich. Wenn du also keinen physischen Profit erzielst, ist er geistig. Ob du deine Berufung lebst, kannst du also immer daran erkennen, ob du bereit und in der Lage bist, deine Arbeit auch ehrenamtlich zu leisten, weil sie dir über alle Maßen wichtig und wertvoll ist. Du folgst dem Ruf der Seele, bis du Eins bist mit ihr.

 

Wie du dein Selbst stärkst

Das Selbst wächst in dem Maße, wie du die Behinderungen und Blockaden des Egos überwinden kannst. Du hast den Mut und die Kraft genau dorthin zu gehen, wovon dich die Angst fernhalten will. Je stärker die Angst ist, desto größer der Gewinn dieses Schrittes. Du findest die Kraft, durch diese Wand von Angst hindurch zu gehen, die dir suggerieren will: Hier geht es nicht weiter. Für das Ego endet hier der Weg, das ist richtig, denn wenn du durch die Wand hindurch gehst, kommst du bei dir selbst an. Du begegnest Gefühlen, die du nicht fühlen wolltest. Anteilen, die du nicht haben wolltest. Alles, was du nicht sein wolltest. Und jetzt, wo du den Preis erkannt hast, den du durch die Getrenntheit bezahlst, findest du immer mehr die Kraft, all diese Aspekte zu dir zurück zu nehmen. So kreierst du zunehmende Ganzheit in dir und gleichzeitig warst du als Wesen der Einheit immer ganz – du hattest nur kein Bewusstsein darüber. Die Ebene der Seele ist immer paradox. Das eine stimmt und auch das andere.

 

Wo du die zerstörerischen Kräfte (unbewusst) verleugnest, übernehmen sie dich, um dir ihre Anwesenheit und Kraft zu zeigen. Alles, dessen Existenz du verleugnest, agiert in dieser Weise, weil es sich nur so sein Existenzrecht sicher kann. So lange du die Existenz bestimmter Aspekte negierst, spürst du Existenzangst. Wenn alles was ist sein darf, bist du frei von Angst. Nimm alles an was ist, das ist der einfachste Weg jeden Kampf zu beenden.

 

DU bist das Selbst, dass die Kraft hat, das Ego anzunehmen, das stärker ist, als alles was es blockieren und gefangennehmen will.

 

Bewusstsein ist der Schlüssel zum Wachstum des Selbstes

Je mehr sich dein Selbst bewusst ist darüber, was es ist, was es ausmacht, was seine Kräfte sind, desto mehr kann es sich immer größeren und herausfordernderen Situationen stellen und an ihnen wachsen und reifen. Das wovon es früher dachte, daran würde es zerbrechen, das würde es zerstören, besteht es vollkommen unbeschadet, weil es verinnerlicht hat, dass es unzerstörbar ist.

 

Dein Selbst beginnt sich als Wesen zu erleben und löst sich von der äußeren, physischen Form, die es bisher glaubte zu sein. Somit dehnt es sich aus, nimmt Raum ein, bekommt in seiner Geistigkeit physische Präsenz. Du wirst immer größer, erlebst dich als Familie, als Gemeinschaft, als Nation, als Kontinent und schließlich als Planet. Dir wird immer deutlicher, dass du sehr viel größer bist, als du die ganze Zeit glaubtest du sein. Du dehnst dich immer weiter aus, bis du irgendwann Alles bist was ist.

 

Dein Selbst kann bewusst durch große Sterbeprozesse gehen (alles was in der Getrenntheit geboren war, will sterben), weil es weiß dass es so neu geboren wird. Es hat verinnerlicht, dass es unsterblich ist. Immer wieder kommen alte, machtbesessene Aspekte zurück, die nicht kooperativ mit dem Ganzen sind. Diese müssen dann in einen Sterbeprozess gebracht werden, weil sie sonst alles übernehmen.

 

Dein Selbst macht sich unabhängig von der Meinung anderer, von Vorgaben, Pflichten, Auflagen, Gesetzen – es stellt alles in Frage und hört nur auf sein Herz. Es geht seinen eigenen Weg. Und je konsequenter es diesen Weg geht, desto mehr wächst seine Selbstbestimmtheit, desto stärker wird es. Es lebt seine Autonomie und Autarkie, die beginnt in ihm emporzusteigen und ihm bewusst macht: Du warst in Wahrheit immer frei! Das Gefängnis existierte nur in deinem Kopf! Es hat verinnerlicht, dass ihm die Freiheit niemand nehmen kann – außer es selbst.

 

Dein Selbst lernt es, satanischen und dämonischen Kräften liebevoll zu begegnen, sie zu integrieren, in dem Bewusstsein, dass es ein göttliches Schöpferwesen ist. So kann es auch seinen destruktiven Schöpfungen begegnen (im Rückblick) und erkennen, was es in Wahrheit schaffen wollte. Immer das Gegenteil. Wo das Selbst die Kraft hat, sich seine zerstörerischen Kräfte einzugestehen, wird es sich über seine konstruktiven Kräfte bewusst. Je zerstörerischer ein Wesen, desto größer seine Heilkräfte. Je kleiner ein Wesen scheint, desto machtvoller seine wahre Größe. Je dunkler ein Wesen, desto größer sein Licht. Je detaillierter es sich sein Zerstörungswerk eingesteht und es die Verantwortung dafür übernehmen kann, im Sinne von: „Ja, das habe ich geschaffen.“, desto deutlicher werden ihm seine Gaben bewusst und es kann sie nutzen. Unser Potenzial öffnet sich immer in seinem Schatten. Wichtig ist es, das Licht dahinter zu erkennen.

 

Wenn du dich in jedem Moment deutlich erinnerst, wer du bist, kannst du allem noch so Schrecklichen begegnen und es hat keine Macht über dich. 

 

Zusammenfassend können wir also sagen, das wichtigste im Prozess der Egoauflösung besteht darin, klar zu wissen, was das Selbst ausmacht. Das andere ist dann zwangsläufig das Ego. Das Selbst (das was du in Wahrheit bist) ist immer das konstruktive, lichtvolle. Das Ego ist das destruktive, dunkle. Der Schatten des Selbstes. Wenn du dein Licht, deine Liebe, deine Größe und deine Wahrheit leben kannst, dann bist du du selbst.

 

Erinnere dich immer daran, wer du bist!


Hallo, ich bin Holistischer Coach und führe Menschen, Unternehmen und Organisationen auf ihrem eigenen Weg durch spirituelle Erwachensprozesse in die Ganzheit. Meine Mission ist es, auch dir die geistige Welt sichtbar und fühlbar zu machen. Meine Arbeit ist autodidaktisch entwickelt – ich arbeite ausschließlich mit dem Wissen und Können, das ich durch geistige Innenarbeit und im Zusammenleben in spirituellen Partnerschaften mit anderen Menschen selbst erworben habe. So sind auch die Blogartikel Berichte authentischer Erfahrungen und Erlebnisse. Sie sind Zeugen eines spirituellen Lebens - pure Praxis!  

Wenn du dir Bewusstsein erarbeiten möchtest, oder du noch mehr Liebeskraft entwickeln willst oder deine Schöpferkräfte entwickeln willst, freue ich mich darüber, dich begleiten zu dürfen. Und natürlich auch dann, wenn du einfach nur erwachen willst! Vereinbare noch heute ein Gratiscoaching um meine Arbeit kennen zu lernen!


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Christine (Freitag, 09 September 2016 11:29)

    Hi!
    Danke für deinen tollen Beitrag Christel.
    Das eigene Ego aufzulösen braucht Zeit und auch Übung. Denn es ist schwer das alleinige Gefühl der Einigkeit und Liebe über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Zum Ego auflösen könnte dich folgendes interessieren: https://www.youtube.com/watch?v=nTQf_AQ_jNA

    LG Christine